Aktuelles

60. Amerikakonzert - Jubiläumskonzert

 

Freitag, 31. März 2017

Beginn 19.00h - Einlass 18:30 Uhr

 

Pallotti-Aula Rheinbach

Eintritt frei

 

Spenden zugunsten des Rhinebeck-Rheinbach-Austausches 2017 werden erbeten.

 

59. Amerikakonzert - Adventskonzert

 

Donnerstag, 08. Dezember 2016

Beginn 19.00h 

 

Pallotti-Kirche Rheinbach

Eintritt frei

Spenden zugunsten des Rhinebeck-Rheinbach-Austausches werden erbeten.

 

58. Amerikakonzert - Frühjahrskonzert

Mittwoch, 16. März 2016, 19.00 Uhr

Aula des Vinzenz-Pallotti-Kollegs

 

Junge Musiker boten Werke von Dvořák bis Bernstein und Abba

90 Schüler musizierten beim Frühjahrskonzert, dem 58. Amerikakonzert des Amerikaaustausches Rhinebeck NY / Rheinbach, in der Pallotti-Aula

von Claudia Spittel

 

Angesichts des nahenden Osterfestes freut sich jedermann in den kommenden Tagen auf eine festliche und frühlingshafte Atmosphäre, die das Amerikakonzert aller drei Gymnasien Rheinbachs bereits in die Pallotti-Aula zauberte. Jede Menge Schüler, Eltern, Freunde, Bekannte und Liebhaber festlicher und schwungvoller Musik wollten sich das Konzert der musikbegeisterten und –begabten Schülerinnen und Schüler nicht entgehen lassen. Und sie wurden belohnt: Von Klassik bis Pop präsentierten die Jugendlichen der Klassen 6 bis 12 in Orchester, Chor oder Blasorchester frühlingshafte Leckerbissen.

Michael Küßner, Vorsitzender des Arbeitskreises Rhinebeck / Rheinbach und Musiklehrer am Sankt-Joseph-Gymnasium (SJG), wies in seiner Ansprache auf die sehr gute Kooperation innerhalb der drei Gymnasien hin. So ist es nicht verwunderlich, wenn die jungen Musiker auch in den Ensembles der jeweiligen anderen Schule einen musikalischen Austausch wie selbstverständlich praktizieren.

Den musikalischen Einstieg in das zweistündige Konzert gestaltete das Schulorchester des SGR unter der Leitung von Schulleiter Stefan Schwarzer, welcher sich eindrucksvoll mit Werken von J.N. Howard, J. Lawrence und A. Dvořák gestaltete.

Musikalisch kontrastiv hierzu sang der Chor der Klassen 5 und 6 des SJG mit der Klavierbegleitung seines Leiters Martin Kirchharz moderne Lieder wie „Tage wie diese“ von den Toten Hosen. Die jungen Sängerinnen faszinierten mit ihren klaren Stimmen die Zuhörer und zogen sie in ihren Bann. Das sich anschließende „Junge Orchester“ mit Schülern der 5. und 6. Klassen des SJG spielte mit seinem Leiter Michael Küßner dieses Mal leider ohne seine Schlagzeugerin ein Arrangement von A. Modesto: “Nr.3, Nr.7 und Nr.13“.

Die bereits älteren Schüler des Orchesters „Sul ponticello“ erfreuten die Zuhörer gemeinsam mit ihrem Leiter Michael Küßner mit lebendiger und beschwingter Musik wie „Mamma Mia“ oder „Money. Money, Money“ der schwedischen Popgruppe ABBA.

Den swingenden und fröhlichen Höhepunkt des Konzerts bildeten die sechs Arrangements des Blasorchesters des VPK und des SJG, das unter der Leitung von Andreas Wiedemann u. a. Musik aus der „West Side Story“ von L. Bernstein darbot, ein tolles Arrangement, mit dem sich das Blasorchester mühelos in die Herzen der Zuhörer spielte. So mancher Fuß wippte dazu den Takt. Nach dem letzten Stück: „Billy Joel Portrait“ erklatschten sich die Zuhörer noch eine Zugabe.

So wurde das traditionelle Frühjahrskonzert des Amerikaaustauschs zu einem letzten, festlichen und historischen Konzert aller drei Gymnasien, denn bereits beim Weihnachtskonzert des Austauschs im Dezember werden sich wegen der Schließung des Vinzenz-Pallotti-Kollegs zum Ende des Schuljahres hin „nur noch“ die zwei Gymnasien (SGR und SJG), aber mit denselben Gesichtern, präsentieren.

Nachruf

 

Erinnerungen an Pater Wilhem Mörchen

und den musikalischen Jugendaustausch Rheinbach – Rhinebeck/NY der Rheinbacher Schulen

 

Als Mitte der 70-er Jahre ein Schreiben aus Rhinebeck/USA in den Sekretariaten der weiterführenden Schulen Rheinbachs eintraf, ahnte wohl niemand, was damit ausgelöst wurde. Ein Music Director namens Shackleton wünschte sich darin einen Besuch seiner Band in Rheinbach und bat die Musiklehrer um Antwort. Pater Mörchen war wohl einer der ersten, die die Möglichkeiten und Perspektiven eines solchen Besuches ahnte oder erkannte. Er setzte sich mit den Musiklehrern der Rheinbacher Schulen in Verbindung und man beschloss, auf das Angebot von Mr. Shackleton zu reagieren. Mit unermüdlichem Einsatz und hart an der Sache bleibend gingen nun Pater Mörchen, aber auch z.B. Pater Hadulla, Herr Wirtz und Herr Walbröhl an die Realisation des Unternehmens. Pater Mörchen war dabei häufig die treibende Kraft, die z.B. die Beteiligung der Aministration der Stadt Rheinbach bewirkte, für die Unterkunft der amerikanischen Gäste im Pallottikolleg sorgte, musikalische Programme vorschlug und entwickelte.

Der erste Besuch der Amerikaner war ein großer Erfolg in Rheinbach. Auch Dank Pater Mörchen konnte während dieses Besuches ein Gegenbesuch in Rhinebeck vereinbart werden. In vielen Gesprächen mit Jack Shackleton hat er dafür den Boden bereitet.

Beim ersten Gegenbesuch in Rhinebeck im Jahre 1978 wurde dann ein erstes gemeinsames musikalisches Programm der drei Rheinbacher Gymnasien, die sich zunächst am Austausch beteiligten, entwickelt. Pater Mörchen hat dazu mit seinem gesamten Unterstufenchor beigetragen. Mutig übernahm er die Verantwortung für ca. 40 Kinder und Jugendliche. Nicht leicht, wenn man bedenkt, dass z.B der Besuch der Stadt New York auf dem Programm stand. Ein Besuch dieser Stadt mit ca. 40 Zehn- bis Vierzehnjährigen ist kein einfacher Sonntagsspaziergang. Pater Mörchen hat diese Aufgabe mit Engagement, Toleranz und emotionaler Anteilnahme hervorragend gemeistert. Wer ihn fast nur von seinem äußeren Auftreten kannte, hätte nicht vermutet, dass hinter seinem manchmal vielleicht etwas steifen und distanzierten Auftreten ein so warmherziger, freundlicher, engagierter Mensch stand. Sein musikalisches Engagement war ebenfalls erstaunlich und professionell. Er erarbeitete mit seinem reinen Jungenchor ein großes Repertoire an Liedern, komponierte und arrangierte Chorsätze (u.a. das berühmte „Should Auld Acquaintance Be Forgot … (Nehmt Abschied Brüder) speziell für den Austausch mit Rhinebeck, das dann auch dort mit Erfolg gesungen wurde.

In den folgenden Jahren hat Pater Mörchen noch mehrfach am Austausch teilgenommen und vielen Schülern, die er begleitet hat, ein unvergessliches Erlebnis ermöglicht. Nach seiner Pensionierung hat er, soweit seine körperliche Verfassung es ihm erlaubte, weiterhin Anteil am Austausch genommen.

Der Arbeitskreis und alle, die als Schüler oder Lehrer an den Austauschreisen teilgenommen haben, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Für den Arbeitskreis Rheinbach-Rhinebeck

Hans-Wilhelm Walbröhl

Nachruf

 

Gert Wirtz ist am 30. Juli 2014 nach langer, tapfer ertragener Krankheit von uns gegangen. Wir trauern um den langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden unseres Arbeitskreises, um einen guten Freund, der mit Tatkraft und Beständigkeit an unserer Arbeit mitgewirkt hat.

Seit 1978 war Gert Wirtz federführend im Rhinebeck-Rheinbach-Austausch tätig. Auf deutscher Seite war er einer der Initiatoren, die junge Deutsche, junge Amerikaner und deren Familien für einen regelmäßigen Austausch begeisterten.   Sieben Austauschzyklen  wurden während seiner Zeit als Vorsitzender erfolgreich ins Werk gesetzt.  Den Besuch der amerikanischen Gäste beim letzten Austausch organisierte er noch mit, die Fahrt nach Rhinebeck im Jahr 2013, die er für sich noch geplant hatte, musste er leider krankheitshalber absagen.

Als Lehrer mit seinen  Fächern  Englisch und Geschichte leistete Gert Wirtz  dem Arbeitskreis und allen am Austausch teilnehmenden Schülerinnen und Schülern unschätzbare  Dienste. Er dolmetschte, hielt Kontakt zu unseren Austauschpartnern und vermittelte seine profunden historischen Einsichten an Lehrende und Lernende. Weil  er hervorragende Kenntnisse in amerikanischer Landeskunde besaß, verstand er es, auf atmosphärische Besonderheiten des  amerikanischen Lebens sensibel zu reagieren.  Gert Wirtz, der noch als Kind die Schrecken des Krieges erlebt hatte, sah seine persönliche Biographie als Verpflichtung an, für Frieden und Völkerverständigung zu wirken. Während seiner Tätigkeit im Arbeitskreis nahmen ca. 1500 deutsche und amerikanische Jugendliche an den Austauschprogrammen teil, besuchten das Partnerland, lebten in Gastfamilien und lernten das Leben eines anderen Volkes kennen. Obwohl Gert Wirtz selbst nicht Musiker war, förderte er immer den  auf Musik basierenden Grundzug des Austausches; er war  ein universell gebildeter, polyglotter Charakter.

Gert Wirtz war ein geradliniger, arbeitsamer, pflichtbewusster Kollege. Indem er  selbst gern Aufgaben übernahm, motivierte er uns Kolleginnen und Kollegen zu steter Mitarbeit. Sein vorbildhaftes Wirken, sein Verständnis für Nöte und Probleme, seine Freundschaft werden uns immer im Herzen sein und bei unserer Tätigkeit im Arbeitskreis begleiten.

R.i.p.

 

Michael Küßner

Vorsitzender des Arbeitskreises Rheinbach-Rhinebeck